Danny Eichelbaum: Teltow-Fläming stärkt den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
- 24. Oktober 2026
19 Katastrophenschutz-Leuchttürme bieten Anlaufstellen für die Bevölkerung – Kreistag stellt finanzielle Mittel bereit
Der Landkreis Teltow-Fläming baut seine Strukturen im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz weiter aus. Mit der Einrichtung eines eigenen Amtes für Bevölkerungsschutz, der Weiterentwicklung des Feuerwehrtechnischen Zentrums und einer engeren Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Städten und Gemeinden sollen die Voraussetzungen für eine wirksame Hilfe in Not- und Krisenfällen weiter verbessert werden.
Danny Eichelbaum, Vorsitzender des Kreistages Teltow-Fläming, betont die Bedeutung einer guten Vorbereitung auf außergewöhnliche Gefahrenlagen: „Bevölkerungsschutz ist eine zentrale Aufgabe für die Sicherheit der Menschen in unserem Landkreis. Ob bei einem großflächigen Stromausfall, einer Naturkatastrophe oder anderen Krisensituationen – wir müssen darauf vorbereitet sein, dass gewohnte Versorgungs- und Kommunikationsstrukturen zeitweise ausfallen. Deshalb brauchen wir klare Zuständigkeiten, eine gute Ausstattung und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.“
Der Kreistag stellt finanzielle Mittel für den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zur Verfügung. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um die Handlungsfähigkeit des Landkreises in Krisensituationen zu sichern und die Bevölkerung bestmöglich zu schützen.
19 Katastrophenschutz-Leuchttürme im Landkreis
Ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Krisenvorsorge sind die insgesamt 19 Katastrophenschutz-Leuchttürme in Teltow-Fläming. Sie dienen im Notfall als zentrale Anlaufstellen für Informationen und Unterstützung. Insbesondere bei einem länger andauernden Stromausfall oder dem Ausfall regulärer Kommunikationswege können sie eine wichtige Funktion übernehmen. Zur Ausstattung gehören unter anderem Notstromversorgung, Kommunikationsmittel, Erste-Hilfe-Ausstattung sowie Möglichkeiten zur Trinkwasserversorgung und Nahrungszubereitung.
Die Leuchttürme befinden sich an folgenden Standorten:
- Am Mellensee: Sporthalle Mellensee
- Baruth/Mark: Schule Baruth
- Blankenfelde-Mahlow: Multifunktionsgebäude Mahlow und Sporthalle Blankenfelde
- Amt Dahme/Mark: Sporthalle Dahme/Mark und Sporthalle Werbig
- Großbeeren: Mehrzweckhalle Großbeeren
- Jüterbog: Wiesenhalle Jüterbog
- Luckenwalde: Sporthalle in der Theaterstraße sowie Standort Ludwig-Jahn-Straße 27
- Ludwigsfelde: Klubhaus und Sporthalle in der Karl-Liebknecht-Straße
- Niedergörsdorf: Sporthalle
- Nuthe-Urstromtal: Sporthalle Stülpe und Sporthalle Zülichendorf
- Rangsdorf: Rathaus Rangsdorf
- Trebbin: Sporthalle Trebbin
- Zossen: Kulturforum Dabendorf und Paul-Schumann-Halle
DRK-Bevölkerungsschutz-Hub in Luckenwalde als weiterer Baustein
Ein weiteres wichtiges Ereignis für den Bevölkerungsschutz in der Region steht in der kommenden Woche bevor: In Luckenwalde wird der neue Bevölkerungsschutz-Hub des Deutschen Roten Kreuzes eröffnet. Das Zentrum ist als hochmoderne Logistik- und Katastrophenschutzeinrichtung konzipiert und soll dazu beitragen, Hilfsgüter und Einsatzmaterial für Krisen- und Katastrophenlagen bereitzustellen.
„Die Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes im Landkreis und die Investitionen in moderne Katastrophenschutzstrukturen zeigen, wie wichtig eine vorausschauende Vorsorge ist. Entscheidend ist, dass Landkreis und Kommunen, Feuerwehren, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und ehrenamtliche Helfer eng zusammenarbeiten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, im Ernstfall schnell und zuverlässig Hilfe leisten zu können“, so Eichelbaum.