"Merz hat erheblich an Glaubwürdigkeit verloren“: Danny Eichelbaum zur Krise der CDU…

Luckenwalde. „Wer die eigene Basis nicht hört, darf sich über schwindendes Vertrauen nicht wundern.“ Der Brandenburger CDU-Politiker Danny Eichelbaum geht mit der eigenen Partei, genauer deren Bundesspitze, hart ins Gericht.

Eichelbaum ist schon lange dabei. Seit 2005 ist er Kreisvorsitzender der CDU Teltow-Fläming, seit 2009 Landtagsabgeordneter. Zu lange jedenfalls, um zu schweigen, wenn die CDU in einer tiefen Krise steckt. „Ich bin seit 1992 CDU-Mitglied und habe viele Höhen und Tiefen erlebt“, sagt der 52‑Jährige. Dass die CDU derzeit so schlecht dasteht, wundert ihn nicht.

Friedrich Merz‘ gebrochene Wahlversprechen

Er blickt dabei nach Berlin. „Friedrich Merz hat durch gebrochene Wahlversprechen erheblich an Glaubwürdigkeit verloren“, stellt er fest. Zudem würde die Regierungskoalition in Berlin zu viel streiten und „bei den dringend notwendigen Reformen“ zu wenig erreichen….

Insoweit sind sich die parteiinternen Kritiker einig. Eichelbaum ärgert sich darüber, dass die Parteiführung auf die internen Vorwürfe nicht einmal reagiert. Denn: „Unsere CDU-Mitglieder erleben täglich, wie politische Entscheidungen ganz konkret von den Menschen wahrgenommen werden.“

Das sieht Eichelbaum komplett anders. Die AfD schüre Angst, verbreite Unwahrheiten und zeichne ein Bild vom angeblich bevorstehenden Untergang des Landes. Kurz: „Die AfD ist eine Miesmacherpartei mit braunen Flecken.“ Eine Zusammenarbeit komme nicht infrage.

Mit dieser Haltung sieht sich Eichelbaum in einer klaren Parteitradition: „Helmut Kohl und Franz Josef Strauß hätten diese AfD auch abgelehnt. Beide standen dafür, dass die CDU nicht mit rechten Parteien wie der damaligen DVU oder den Republikanern zusammenarbeitet.“ Diese Haltung sei weiterhin richtig.

Eichelbaum: Nicht AfD-Parolen übernehmen

„Ludwig Erhard, der Vater des deutschen Wirtschaftswunders, wusste um die Bedeutung der Zuversicht: 50 Prozent der Wirtschaftspolitik sind Psychologie“, so Eichelbaum. Mit Angst und Untergangsstimmung lasse sich kein Land voranbringen. 

Eichelbaum fordert: „Wir müssen die AfD politisch stellen, statt ihre Parolen zu übernehmen.“ Die CDU müsse zeigen, dass sie Migration ordnen, die Wirtschaft stärken und die innere Sicherheit verbessern kann – „ohne sich von Extremisten abhängig zu machen“. Deshalb: „Wir brauchen keine neuen Bündnisse, sondern Maß und Mitte.“

Als Beispiel für eine stabile Regierung nennt Eichelbaum die brandenburgische Regierung aus SPD und CDU: „Wir arbeiten sachorientiert zusammen, setzen Schwerpunkte bei Wirtschaft, Sicherheit und Bildung und verzichten auf tägliche öffentliche Koalitionsstreitereien.“

Die CDU Teltow-Fläming und die CDU Brandenburg wollen laut Eichelbaum in den nächsten Wochen das Gespräch mit den Bürgern suchen. Dazu soll es Veranstaltungen in Luckenwalde, Großbeeren, Trebbin und Niedergörsdorf geben. …“

Vollständiger Artikel: https://www.maz-online.de/lokales/teltow-flaeming/cdu-kreischef-danny-eichelbaum-kritisiert-kanzler-merz-und-nennt-afd-miesmacherpartei-PWG3XQLG2JAO7CAAVQPAPVGZFM.html (22.10.2026)

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